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Geschrieben von: Simone Zeh (Ostthüringer Zeitung)   

Augen- und Ohrenschmaus beim Weiberfasching in Gefell

Auch dieses kernige Mädel ist nicht echt - Mark Militzer steckt drin.Von Simone Zeh Gefell. Der Weiberfasching in Gefell scheint bei vielen Mädchen und Frauen in der Region alljährlich fest im Kalender zu stehen, denn hier - so hat sich herum gesprochen - gibt es eben so einiges zu erleben - und so manchen Augenschmaus.

So war es auch am vergangenen Freitagabend. Mark Militzer vom Faschingsclub Gefell, der als resolute Domina im knallroten Kleid und ebensolchen Stöckelschuhen daher kam, hielt dabei souverän alle Fäden zusammen und die Damen bei Laune. Auch wenn er den Saal schon mal als einen wahren Hühnerstall bezeichnete.

Die Gefeller TV-Nachrichten verlasen Claus Cleber und Gundula Gause, die zuvor mit dem Gefeller Weiberrelferrat einmarschiert war. Was es Neues gab? In Tanna soll ein Autohaus stehen, das neuerdings auch Männer anbietet. Denn die seien so wie Autos - leicht zu kriegen und genauso unzuverlässig. Wie das Wetter wird? Mit den Wolken sei es wie mit den Männern. Wenn sie sich verziehen, könne es noch ein schöner Tag werden...

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Das Gefeller Nachwuchsballett zeigte zunächst einen orientalischen Tanz. Dann hieß es: Schwiegertochter gesucht! Der schüchterne Heinz-Herrmann kam mit seiner Mami daher, um endlich eine passende Frau zu finden. Cindy aus Marzahn und zwei weitere "Damen stellten sich zur Wahl. Angeblich fänden sie keine Frau, eine von ihnen wohne in der Pampa, genauer gesagt in Hirschberg...

"Im Garten sind die Pflaumen reif" sangen die Oberböhmsdorfer Mädels vom OCC fröhlich aus ihrem Pflaumenbaum und mussten prompt eine Zugabe singen. Seine gärtnerischen Fähigkeiten stellte danach Jensi Jensi Blume unter Beweis. In seinen Pflanztöpfen wuchsen gar seltsame "Blumen . Zwei Schatzräuberinnen waren es dann, die hinter verschlossener Tür einen lebensgroßen "Oscar" fanden. Ein Mohrenkopfwettessen gab es bei Thomas Gottschalk bei "Wetten dass...?", das Udo Schlagsahne gegen zwei Herausforderinnen aus dem Publikum verlor. Auch Karl Lagerfeld, Schäfer Heinrich, der neue Star Cindy aus Marzahn und Oswald Kolle, der in den 60er-Jahren als Sexualforscher bekannt wurde, gaben sich ein Stelldichein und plauderten aus dem Nähkästchen. Einen furiosen Gastauftritt legte das Männerballett aus Tegau aufs Parkett, und die Gefeller Mädels zeigten ihren Showtanz zu "Aida".

Cindy aus Marzahn, sie gab es auch im Publikum, sowie weitere Mädels aus dem Saal bewiesen sich bei Ab durch die Wand und anderen Spielen. Spielleiter Mark Militzer probte nebenbei gleich den zukünftigen Schlachtruf der neuen Stadt Hirschberg Gefell, Tanna und rief "Hossa, G'fellau und Tanna ist net schee".

Und dann kam noch ein schneidiger Matrose zur Tür herein. Er behielt seine schicke weiße Uniform allerdings nicht lange an, um die Damen zu verzücken und sich aus dem Publikum zwei Mädels auszupicken. Das Gefeller Männerballett, das dieses Jahr sein 30-jähriges Jubiläum feiert, zeigte zu guter Letzt, dass es noch lange nicht genug hat.

Ostthüringer Zeitung am 10.02.2009