Beim Pharao in Ägypten Drucken E-Mail
Geschrieben von: Simone Zeh (Ostthüringer Zeitung)   

Gefeller Faschingsclub nimmt Publikum auf große Reise zu den Pyramiden

GsangelVon Simone Zeh Gefell. Auf eine faszinierende Reise ins geschichtsträchtige, geheimnisvolle Ägypten nahm der Gefeller Faschingsclub zu seiner ersten Gala am vergangenen Samstag das gut gelaunte Publikum mit. Dabei verstanden es die Aktiven des GFC, ihr Motto "Zum 38. sind alle froh, die Ußßen grüßt der Pharao" ideenreich, aufwändig und ab und zu, nun ja, deftig umzusetzen.

Da wurden Sklaven durch den Saal getrieben, Pyramiden errichtet, Hieroglyphen in Stein gehauen. Sogar Asterix und Obelix mischten kräftig mit. Der Pharao gab Befehle und kippte einfach tot um. Doch halt! Bernd Militzer, der eben wieder zum Leben erwachte Pharao, war plötzlich selbst total überrascht und sichtlich gerührt: Alle Aktiven des GFC gratulierten ihm, der seit 20 Jahren Präsident des GFC ist, zum Jubiläum mit Blumen, Worten und einer Urkunde. Der Saal applaudierte.

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Dann streiften Schatzräuber durch die Grabkammern auf der Jagd nach Gold und Edelsteinen. Doch sie stießen auf einen Moderator der TV-Sendung "Pyramide , der nach einem Gebiet, einem bekannten Gewässer und einer Persönlichkeit fragte. Ein geplatzter Luftballon brachte den Ratefreund auf das Gewerbegebiet Nord. Erlichbach und - nein, nicht Angela Merkel, sondern Ulrich Schmidt waren die weiteren richtigen Antworten.

Einfach bezaubernd tanzten danach die kleinen orientalischen Bauchtänzerinnen. Kleine Schlangenbeschwörer durften nicht fehlen. Die Garde marschierte ebenfalls ein.

In der Bütt nahm Stadtsprecher Siegbert aufs Korn, was übers Jahr so in Gefell passiert ist. Da kam heraus, dass die Ägypter besser dran waren als jetzt Gefell, wo es nur noch einen einzigen Briefkasten gebe. Und als jemand den Bürgermeister nach seiner Bildung fragte, hätte der gesagt, mehrere Semester Erlichbach studiert zu haben. Dann wurden die Nachrichten im IPP-TV ("Ihr persönliches Pyramidenprogramm") verkündet: Der Bürgermeister geht mit gutem Beispiel voran, er will die Abwrackprämie mitnehmen. Mit seinem zwei Jahre alten Skoda soll er angeeckt sein. Und: In Gefell, so heißt es, zählt nicht das Erreichte, sondern das Erzählte reicht. Aber auch Schleiz, Tanna und Dobareuth bekamen ihr Fett weg.

Kleopatra durfte natürlich auch nicht fehlen. Sie nahm ein luxuriöses Bad und wurde verwöhnt mit Gurkenmaske, ägyptischem Sand und Rentier- statt Eselmilch. Apropos Rentier, mit vieren davon schlitterte zuvor der Weihnachtsmann durch den Saal. Angesagt hatten sich auch noch Schäfer Heinrich und - Uri Geller war gestern - Vincent Raven mit "Rabe Asrael".

Als dann die Mädels vom Ballett zu Klängen unter anderem aus Verdis Oper Aida über das Parkett wirbelten, brachten sie das alte Ägypten zur Zeit des Pharao ganz nahe, erzählten tänzerisch von Liebe, Kampf und Sehnsucht, weckten mit ihrer Show wahre Emotionen beim Publikum.

Nicht fehlen durfte letztlich das Männerballett. Zu seinem 30-jährigen Jubiläum zeigte es mit einem vielseitigen Medley, dass es längst nicht zum alten Eisen gehört.

Am nächsten Samstag folgt die 2. Gala des GFC und am 6. Februar wird zum Weiberfasching eingeladen.

Ostthüringer Zeitung am 02.02.2009