Schulkatastrophen zum Weiberfasching in Gefell Drucken E-Mail
Geschrieben von: Simone Zeh / OTZ   

Mark Militzer nimmt wieder einen ganzen Saal voller Damen unter seine Fittiche. FDJ-Bluse oder Pionierhalstuch mit Miniröckchen sind die Top-Kostüme zum Weiberfasching.

Gefell. Kein Weiberfasching in Gefell ohne Mark Militzer. Er versteht es wie wohl kein anderer, einen ganzen Saal voller Damen unter seine Fittiche zu nehmen, aber auch im Zaum zu halten und durchs gesamte Faschingsprogramm zu führen. Viele der Mädels sind Stammgäste beim Weiberfasching, kein Wunder also, wenn Mark Militzer, der die Fäden am Freitagabend wiederholt zusammen hielt, sie alle duzt.

Was nun die faschingsbegeisterten Mädels jedes Alters am meisten von den Stühlen und auf die Tische riss? Da wäre der stets gegen Programmende zu erwartende professionelle Stripper zu nenne, der sich erst seines schwarzen Mantels und dann seines coolen Matrosen-Outfits entledigte. Ihm keineswegs nach standen die Gefeller Jungs. Das Männerballett glänzte mit Schwung, Können und Akrobatik und brachte die Zuschauerinnen völlig aus dem Häuschen. Natürlich musste da unbedingt eine Zugabe sein.

In die "Wilhelm-Pieck-Oberschule" hatte sich der Gefeller Saal verwandelt. Viele der weiblichen Gäste erschienen in FDJ-Bluse oder mit Pionierhalstuch und Miniröckchen. Aber auch einen ganzen Tisch voller lebensgroßer bunter Zuckertüten gab es, sie wurden fürs beste Kostüm als Gruppe geehrt. Einige Mädels trugen auf dem Rücken den sinnigen Spruch: "Ist der Lehrer noch so schlau, wir machen morgen trotzdem blau".

Was es noch zu erleben gab? Der C-Schüler Mark Militzer suchte nach dem passenden Beruf für sich, den er wohl erlernen könnte. Der närrische Gefeller Weiber-Elferrat gab reichlich Unterstützung: Bäcker? "Nein, da muss man zu früh aufstehen, das ist nichts für mich." Kriminologe? Na ja, die prüfen, so war es in einer Szene zu erleben, mit dem "Eierkontrollgriff", ob der erschossene Verbrecher noch lebt. Und Friseur? Da komme keiner mehr, der sich die Haare oben schneiden lassen will, die kümmern sich nur noch ums untere Haar, klagte die Friseurin. Auch Tanzlehrer und Arzthelferin sowie Gärtnerin standen noch zur lustigen Debatte. Gar nicht so einfach also, die Berufswahl. Per Video gab es dann noch die Gefeller Schulkatastrophen an der Wand zu sehen.

Die Mädels und Jungs der kleinen und mittleren Garde zeigten eindrucksvoll und mit Spaß, dass den Gefeller Faschingsnarren um Nachwuchs nicht bange sein muss. Mit ihrem Schul-Showtanz, angeführt von der gestrengen Lehrerin ganz in schwarz gekleidet, entzückten die jungen Mädels mit viel Spaß, Schnelligkeit und Akrobatik. Kein Wunder, dass da eine Zugabe sein musste. Mark Militzer führte dann noch alle gut gelaunten Damen in der Polonaise quer durch den Saal.

Simone Zeh / 10.02.14 / OTZ