Kleineutersdorf siegt: Käse mit närrischen Männern beim Grand Brie in Ziegenrück Drucken E-Mail
Geschrieben von: Jürgen Müller / OTZ   

Der Grand Brie der Männerballetts erfreut sich auch im 16. Jahr ungebrochener Beliebtheit beim Publikum. Die Männern aus Kleineutersdorf bei Kahla überzeugen die weibliche Jury zum vierten Mal hintereinander mit ihrer Darbietung.

Ziegenrück. Der Tanz um den begehrten "Grand-Brie-Käse" bleibt auch in seiner 16. Auflage ein absoluter Renner. Am vergangenen Samstagabend verwandelte sich das voll besetzte Ziegenrücker Vereinshaus in ein Tollhaus.

Zum Auftakt der dreiteiligen Grand-Brie Saison tanzten insgesamt zehn Männerballetts aus ganz Thüringen um den Siegerpokal. Mit den Männern aus Kleineutersdorf gab es an diesem Abend einen Favoritensieg. Bereits zum vierten Mal in Folge überzeugten die Jungs aus der 360 Seelen-Gemeinde unweit von Kahla die ausschließlich weibliche Jury mit ihrer Darbietung. Mit ihrem Tanz machten sie eine Zeitreise in die Geschichte, dabei wurden Zeus und Hera, Gladiatoren sowie Minnesänger wieder zum Leben erweckt. Sogar das Trojanische Pferd - in der Größe eines Pferdes - wurde auf das Parkett geschoben. "Es ist in mühevoller Kleinarbeit aus Holz von meinen Jungs gebaut worden", verriet Dagmar Panzer, die überglückliche Choreographin der Kleineutersdorfer.

 

Seit über zehn Jahren betreut sie inzwischen erfolgreich das Männerballett in ihrer Gemeinde. "Wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Fast das halbe Klee-Dorf war mit in Ziegenrück, um uns zu unterstützen", berichtete sie weiter. Neben dem Siegerpokal gab es für den Dauersieger zusätzlich den Pokal der Föderation Europäischer Narren, der durch Sabine Kunzke, der 1. Präsidentin des Landesverbandes Thüringen überreicht wurde. Das Tanzen jung hält, kann sicher Horst Junge bestätigen. Mit dem 72-Jährigen kam ebenfalls auch der älteste Tänzer des Abends aus Kleineutersdorf.

 

Knapp geschlagen geben mussten sich die Männer vom Karnevalsverein "Narrhalla". Die Arnstädter, ebenfalls schon dreifacher Sieger, fegten als Robin Hoods über das Parkett. Eine vor-mitternächtliche Geisterstunde boten die Jungs aus Bucha und wurden dafür mit dem dritten Rang belohnt. Den Pokal der Stadt Ziegenrück durften die närrischen Tänzer aus Pahren für ihren Musikantenstadl in Empfang nehmen. Der Pokal für die beste Parodie ging an diesem Abend an die Piraten aus Dietzhausen.

 

Wie immer gab es keine Verlierer an diesem Abend. Der olympische Gedanke - dabei sein ist alles - steht bei diesem karnevalistischen Wettbewerb im Vordergrund. Gemeinsam auf dem vierten Rang geehrt wurden die Vereine aus Schalkau, Unterkoskau, Kamsdorf, Orlamünde sowie Gefell.

GFC-Männerballet 

Bereits am kommenden Samstag geht es in die zweite Runde des Grand-Bries. An diesem Abend greifen u.a. die Ballette aus Schleiz, Crispendorf, Greiz, Großbreitenbach, Schönberg, Mühltroff, Jena und Ziegenrück in das Geschehen ein. 

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Jürgen Müller / 24.03.14 / OTZ 

 
Schulkatastrophen zum Weiberfasching in Gefell Drucken E-Mail
Geschrieben von: Simone Zeh / OTZ   

Mark Militzer nimmt wieder einen ganzen Saal voller Damen unter seine Fittiche. FDJ-Bluse oder Pionierhalstuch mit Miniröckchen sind die Top-Kostüme zum Weiberfasching.

Gefell. Kein Weiberfasching in Gefell ohne Mark Militzer. Er versteht es wie wohl kein anderer, einen ganzen Saal voller Damen unter seine Fittiche zu nehmen, aber auch im Zaum zu halten und durchs gesamte Faschingsprogramm zu führen. Viele der Mädels sind Stammgäste beim Weiberfasching, kein Wunder also, wenn Mark Militzer, der die Fäden am Freitagabend wiederholt zusammen hielt, sie alle duzt.

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Mit umjubelter Gala traf Gefeller Faschingsclub im Rathaussaal den Nerv des Publikums. Drucken E-Mail
Geschrieben von: Roland Barwinsky / OTZ   

Gefell. Ein dunkler Mittelklassewagen fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit durch die ­Lobensteiner Straße von Gefell. Ein Mann, der es recht eilig hatte, stieg aus, nahm flugs noch einen kleinen Schluck und betrat das Schulgebäude. Die Eile war überflüssig, denn der Unterricht hatte längst begonnen. Wie immer kam er zu spät. Der erstaunte Lehrer erfuhr, dass sein Schüler wieder Probleme bewältigen musste. Ärger gab es mit Frauen und chronischem Geldmangel. Und eigentlich müsse er ja nicht in die Schule, denn er habe ja eine Berufung - zum Bürgermeister, so der selbstbewusste Schüler.

Bei diesem eingespielten Video explodierte am Sonnabend regelrecht die Stimmung im Rathaussaal von Gefell, denn schließlich ging es um niemand anderes als den Bürgermeister selbst. Die "Ußßen" rückten in diesem Jahr die Schule in den Mittelpunkt des Karnevals.

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